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Nestlé – oder: Wie man ein Menschenrecht in eine Geschäftsidee verwandelt
Ein Kommentar über Wasser, Konzernsprache und die Frage, wie weit man gehen kann

Die unsichtbare Architektur der Kontrolle: 5 Erkenntnisse eines Verhaltensprofilers
Was Chase Hughes über Psyops, Verhaltensprofiling und die Mechanismen der Massenmanipulation enthüllt
Themen
Meritokratie
Die Ideologie der Leistungsgesellschaft und deren Konstruktionsmechanismen
Bildungssystem
Strukturen, Mechanismen und Ideologien des modernen Bildungssystems
Wissenschaftskritik
Dekonstruktion wissenschaftlicher Annahmen, Methoden und pseudowissenschaftlicher Praxis
Psychometrie
Kritische Analyse psychometrischer Methoden, Intelligenztests und deren wissenschaftlicher Validität
Singularität
Die technologische Singularität und der Punkt, an dem KI menschliche Intelligenz übertrifft
Existenzrisiken
Existenzielle Bedrohungen durch Technologie, Machtkonzentration und unkontrollierte Systeme
Bewusstsein
Ontologie des Bewusstseins — biologisch, digital und transzendental
Künstliche Intelligenz
Entwicklung, Risiken und gesellschaftliche Auswirkungen künstlicher Intelligenz
Quellen & Evidenz
S. Stanley Stevens — On the Theory of Scales of Measurement
Stevens' fundamentale Taxonomie der Skalenniveaus (nominal, ordinal, intervall, ratio). Der IQ erreicht bestenfalls Intervallniveau — Verhältnisaussagen wie „doppelt so intelligent" sind mathematisch unzulässig, da kein absoluter Nullpunkt existiert.
Howard Gardner — Frames of Mind: The Theory of Multiple Intelligences
Gardners Theorie der multiplen Intelligenzen (sprachlich, logisch-mathematisch, musikalisch, räumlich, körperlich-kinästhetisch, interpersonal, intrapersonal). Fundamentale Kritik an der Reduktion menschlicher Kognition auf eine einzige Zahl.
Robert J. Sternberg — Beyond IQ: A Triarchic Theory of Human Intelligence
Sternbergs triarchische Intelligenztheorie (analytisch, kreativ, praktisch) als Alternative zum g-Faktor-Modell. Zeigt, dass die psychometrische Itemmenge den Messwert determiniert — „Intelligenz" ist relativ zur gewählten Axiomwahl.
Alfred Binet & Théodore Simon — Méthodes nouvelles pour le diagnostic du niveau intellectuel des anormaux
Der Originaltest von Binet-Simon, konzipiert zur Identifikation von Kindern mit Lernschwierigkeiten — ausdrücklich NICHT als absolutes Intelligenzmaß. Die spätere Umwidmung zum IQ-Score widerspricht Binets eigener Intention.
James R. Flynn — What Is Intelligence? Beyond the Flynn Effect
Flynns Analyse des nach ihm benannten Effekts: IQ-Scores steigen generationsübergreifend um 3 Punkte pro Dekade — nicht weil die Menschen „intelligenter" werden, sondern weil sich die Normierung verschiebt. Beweis für die Substanzlosigkeit des absoluten IQ-Wertes.
Stephen Jay Gould — The Mismeasure of Man
Goulds klassische Dekonstruktion der Intelligenzmessung: Kritik an der Reifikation statistischer Faktoren, der rassistischen Geschichte der Kraniometrie und der IQ-Bewegung. Zeigt, wie der g-Faktor ein mathematisches Phantom ist.
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